Beschreibung
Die Studie liefert eine ideengeschichtlich fundierte und diskursiv verankerte Interpretation von Kafkas 1920 erschienener Erzählung. Leitgedanke: Kafka bedient sich des parabolischen Erzähltypus, ¹dreht º allerdings die Referenz: Statt der Transzendenz wird die Immanenz der menschlichen Psyche illuminiert.Was zutage gefördert und in ¹paradox-praeterialer º Weise zur textlichen Konkretion gebracht wird, ist die komplexe Triebnatur des Menschen. Das Personal der Erzählung wird somit als Ensemble von Allegorisierungen des menschlichen Unbewussten lesbar, zu dessen therapeutischer Aufklärung Sigmund Freud den wichtigsten zeitgenössischen Beitrag lieferte.Die Psychoanalyse Freudscher Provenienz wird sowohl methodisch als auch als anthropologisches Parallelunternehmen für die Textinterpretation fruchtbar gemacht: durch den Nachweis der Traumstruktur von Kafkas Erzählung und durch ihre thematische Anbindung an Freuds Theoriengebäude.Bereichert wird die Arbeit durch einen exponierenden literaturtheoretischen Essay über Kafkas physiologisch fundierte Poetik der ¹Schrift º und über die ¹Vorkehrungen gegen die Auslegung seiner Texte º sowie durch eine Reflexion über die Metapher als Kreuzungspunkt des literarischen und wissenschaftlichen Diskurses über das Unbewusste. (Beschreibung aus externen Buchdaten)
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