Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Heinrich von Kleist schuf mit dem Drama „Penthesilea. Ein Trauerspiel“ ein für die Aufklärung unzeitgemäßes Werk. So nennt der zeitgenössische Kritiker Goethe die „Verwirrung des Gefühls“ und die „Gewaltsamkeit der Motive“ als zentrale Kritikpunkte. Die durch Kant festgelegte Regel, dass „das Hässliche nicht Gegenstand der Kunst sein könne“, wird durch das im Stück auftretende Grauen als unerfüllt angesehen. Diese „Sprengung der Gattung Tragödie“, in der die ursprüngliche Erregung von Frucht und Mitleid durch Entsetzen und Abscheu abgelöst wird, zeigt, dass Kleist die Antike gewaltreich und „ungriechisch“ anmuten lässt. Schon seit der Gründung des Amazonenstaates scheinen Liebe und Gewalt in Kleists Penthesilea untrennbar miteinander verknüpft. Dies wird bereits in der Entstehungsgeschichte deutlich. Im Zuge einer gewaltsamen Übernahme der Scythen durch die Äthiopier gerät der Stamm unter die Gewaltherrschaft eines fremden Regimes. Durch die Ermordung der männlichen Stammesmitglieder stehen die Frauen nun unter einer von sexueller Gewalt geprägten Herrschaft. (Quelle: Google Books API)
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